
Abb.
1: Das Freilandgehege des Verfassers.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
2: Weibliche Griechische Landschildkröte
im Gehege.
Foto von Dominik Müller
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Wie
ich unter Grundsätzliches
bereits geschrieben habe, muss das Freigehege
so naturnah wie möglich gestaltet werden.
Dazu nehmen wir uns den natürlichen Lebensraum
als Vorbild und schauen, wie die Habitate der
adulten Tiere geschaffen sind.
Größe
des Freilandgeheges

Abb.
3: Versteckt vor der heißen Mittagssonne.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
4: Balzverhalten im Sommer 2005.
Foto von Dominik Müller
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Für
zwei ausgewachsene Tiere empfehle ich eine Größe
von 20m². Da eine Zuchtgruppe immer aus mehr
Weibchen als Männchen bestehen muss, ist
das optimale Verhältnis 1:3. Hier wäre
eine Größe von 30 - 40m² empfehlenswert.
Wir halten unsere Zuchtgruppe auf ca. 50m²
inkl. Gewächshaus-Schutzhütte.
Bodenbeschaffenheit

Abb.
5: Steinige Böden lassen den Boden schneller
abtrocknen.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
6: Größere Kalksteine sind auch
etwas für's Auge.
Foto von Dominik Müller
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Die
Böden im natürlichen Lebensraum sind
sehr kalksteinhaltig, karg und steinig, sodass
das Wasser bei Regengüssen wieder schnell
absickert und die Pflanzen nur spärlich wachsen
und diese nur im Frühling und Herbst richtig
saftig und grün sind. Der Boden des Freigeheges
sollte daher auch entsprechend aufbereitet werden.
Dazu haben wir zu Beginn mit dem Rasenmäher
alles auf die kürzeste Stufe runtergeschnitten.
Dann wurde der gesamte Boden etwa 20 cm tief umgegraben
und es wurden Hügel und Senken geformt. Anschließend
wurde die Erde mit Flußsand und Kalksplitt
aus einem Kalksteinwerk (alternativ kann auch
Dolomitkalk verwendet werden) vermischt und nochmals
gut umgegraben. Erst dann wurde mit der Bepflanzung
begonnen.
Bepflanzung

Abb.
7: Große Kräuterwiese im Freilandgehege.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
8: Eine Blüte der Mariendistel.
Foto von Dominik Müller
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Die
Bepflanzung spielt eine wichtige Rolle, denn es
müssen zum Einen genügend Futterpflanzen
vorhanden sein, welche die Tiere für die
richtige Ernährung und ein gesundes Wachstum
benötigen. Dabei ist darauf zu achten, dass
den Tieren wenig proteinhaltige Pflanzen, sondern
vielmehr ballaststoff-, vitamin-, mineralstoff-
und kalziumreiche Wildkräuter zur freien
Aufnahme zur Verfügung stehen. Geeignete
Futterpflanzen finden Sie auf der eigenen Seite.
Fertige Samenmischungen erhalten Sie auf http://www.samenkiste.de

Abb.
9: Kriechkiefern spenden Schatten und bieten
Schutz.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
10: Mittelmeerpflanzen bringen den mediterranen
Flair.
Foto von Dominik Müller
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Zum
Anderen brauchen die Tiere auch einige Busch-
bzw. Strauchpflanzen unter denen sie Schatten
finden und sich ausruhen können. Desweiteren
haben wir noch ein paar Pflanzen in das Gehege
gepflanzt, die auch im natürlichen Biotop
der Tiere vorkommen und somit etwas mediterranen
Flair in das Gehege bringen. Da wären z.
B. Lavendel, Salbei, Ginster, Pampasgras, Hibiskus,
Feuerlilie, Taglilie, Rosmarin, Thymian, Origano,
Basilikum, Fetthenne, Ysop, Kriechkiefer uvm.
Hügel
zur Eiablage

Abb.
11: Weibchen bevorzugen zur Ablage sonnige
Plätze.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
12: Die Hügel sollten möglichst
bewuchsfrei bleiben.
Foto von Dominik Müller
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Um
den Weibchen einen geeigneten Platz für die
Eiablage zu bieten, sollten immer mehrere Eiablagehügel
geschaffen werden, denn wenn ein Weibchen keinen
geeigneten Platz findet, kann es zu einer Legenot
kommen. Diese Hügel bestehen aus einem 50:50
Gemisch aus humoser Erde und Spielsand um eine
optimale Grabfähigkeit zu gewährleisten.
Der Hügel selbst sollte nicht bepflanzt werden,
damit ihn die Sonne jederzeit bestrahlen kann.
Lediglich rundherum wurden von uns einige Pflanzen
als Sichtschutz angebracht, denn Männchen
sollten die Weibchen bei einer Ablage auf keinen
Fall stören können!
Versteck-
und Klettermöglichkeiten

Abb.
13: Äste werden von den Tieren gerne
untergraben.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
14: Steine stellen Herausforderungen aber
kein Problem dar.
Foto von Dominik Müller
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Neben
den Büschen und Sträuchern haben wir
noch einige Äste, Wurzeln, Baumstämme
und Steine in das Gehege intergriert, die Sichthindernisse
darstellen. So können sich die Tiere auch
aus dem Weg gehen und begegnen sich nicht ständig.
Futter-
und Wasserplatz

Abb.
15: Wasser muss täglich frisch angeboten
werden.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
16: Blüten sind bei Schildkröten
heiß begehrt.
Foto von Dominik Müller
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Einen
festen Futterplatz halte ich für unnötig,
da sich die Tiere selber Futter suchen können
und auch sollten. Man muss bedenken, dass Landschildkröten
Weidegänger sind und somit ständig an
einer anderen Stelle Nahrung aufnehmen. Ein fester
Futterplatz wäre unnatürlich, denn der
größte Teil der aufgenommene Nahrung
sollte wieder in Bewegung umgesetzt werden.
Eine Trink- und Badeschale muss in jedem Fall
vorhanden sein, damit die Tiere jederzeit Wasser
aufnehmen und sich an heißen Tagen auch
mal mit einem Bad abkühlen können. Deshalb
sollte die Wasserstelle auch im Schatten platziert
werden.
Gehegeumrandung
Bei
der Einfriedung des Geheges in darauf zu achten,
dass man kein Materialien verwendet an denen sich
die Tiere verletzen könnten. Damit meine
ich spitze Ecken, scharfe Kanten etc. Auch größere
Schlitze sollte es nicht geben, da die Tiere dort
leicht mit ihren Krallen hängen bleiben und
sich Verletzungen zuziehen können.
Die
Höhe sollte bei Jungtieren 25cm nicht unterschreiten
um einem Überklettern vorzubeugen - gerade
in den Ecken treffen meist mehrere Tiere aufeinander
und könnten so leichter über die Umrandung
klettern. Desweiteren sollten sich keine Busch-
oder Strauchpfanzen direkt an der Gehegeeinfriedung
befinden, da schon so manch ein Tier diese als
Brücke benutzt hat um hinüber zu kommen.
Geeignete
Umrandungen sind zum Beispiel
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Rollpalisaden
aus Holz

Foto:
Dominik
Müller
+
Schön anzusehen und natürlich
-
Verrotten
schnell (2-4 Jahre)
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Holzbretter

Foto:
Dominik
Müller
+
Leicht zu errichten, als Geländer
nutzbar
-
Verrotten
im Erdreich relativ schnell
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Pflanzsteine
und -ringe

Foto:
Dominik
Müller
+
Bepflanzbar, leicht aufzustellen
und zu versetzen, verrotten nicht
-
Rauhe
Oberfläche, sodass sich die Tiere den
Panzer verschrammen können
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Natursteinmauer

Foto:
Wolfgang
Wegehaupt
+
Schön anzusehen und natürlich,
verrotten nicht
-
Nicht
wieder zu versetzen, mühevoll zu
errichten
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Einige
Halter und Züchter schreiben, dass eine Einlassung
von 30cm in den Boden nötig sein, um ein
Untergraben zu verhindern. Ich konnte meine Tiere
allerdings noch nie dabei beobachten, dass sie
versucht haben, sich unter der Umrandung durchzugraben.
Wenn das Gehege groß genug ist und entsprechend
strukturiert wurde, versuchen die Tiere meiner
Meinung nach auch nicht auszubrechen.
Schutzhütte
- Gewächshaus

Abb.
21: Gewächshäuser sind als Schutzhütte
ideal.
Foto von Dominik Müller |
Abb.
22: Im Innern lässt es sich leicht
arbeiten.
Foto von Dominik Müller
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Die
Schutzhütte ist am sonnigsten Platz des Freigeheges
platziert.
weiter zur Gewächshaus-Schutzhütte
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