Jedes
Lebewesen auf der Erde besitzt eine wissenschaftliche
Bezeichnung, die weltweit anerkannt und von Kennern
verstanden wird.
Die
binäre Nomenklatur setzt sich nach LINNÈ
aus der Gattungs- und der Artbezeichnung
zusammen. Wissenschaftlich wird die Griechische Landschildkröte
mit "Testudo hermanni"
bezeichnet. "Testudo"
ist dabei die Bezeichnung der Gattung
und "hermanni"
die Bezeichnung der Art.
Die
Bezeichnung der Art wird meist nach dem Namen des Erstbeschreibers,
einer ihm nahestehenden Person, dem Fundort/Gebiet der
Herkunft oder einer Besonderheit der Art vergeben. Beispiele
dafür wären:
Testudo
hercegovinensis (nach
dem Fundort "Herzegowina" benannt.)
Testudo
werneri (nach dem Erstbeschreiber,
der mit Nachnamen "Werner" hieß, benannt.)
Testudo
marginata (nach den hinten
stark ausfallenden Randschilden benannt.)
Hinter
dem Artenname kann auch noch eine Unterart-Bezeichnung
stehen (z. B. Testudo hermanni
boettgeri). Eine Unterart
stellt hierbei meist durch räumliche Isolation
enstandene Population einer Stammart dar. Die einzelnen
Populationen weisen genetisch Unterschiede auf, die
aber nicht automatisch den Status einer eigenen Art
rechtfertigen. Evolutiv gesehen, befindet sich jede
Unterart auf dem Weg zur Art, da die Unterschiede im
Laufe der Zeit immer größer werden. Verschiedene
Unterarten einer Art lassen sich in der Regel noch verpaaren
und bringen noch lebensfähige Nachkommen auf die
Welt. Diese Vermischung findet in der Natur nicht oder
nur sehr selten statt, denn die Unterarten leben weitestgehend
voneinander isoliert. Als Beispiel dienen zwei Unterarten
der Maurischen Landschildkröte: Testudo
graeca zarudnyi
ist im Ost-Iran beheimatet und Testudo
graeca nabeulensis
in Griechenland und Umgebung.
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