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Stand: 08.08.2009

Nomenklatur


Spornschildkröte (Centrochelys sulcata)
Foto: Günter Peyerl

Köhlerschildkröte (Chelonoidis carbonaria)
Foto: Sabine und Thomas Vinke

Jedes Lebewesen auf der Erde besitzt eine wissenschaftliche Bezeichnung, die weltweit anerkannt und von Kennern verstanden wird.

Die binäre Nomenklatur setzt sich nach LINNÈ aus der Gattungs- und der Artbezeichnung zusammen. Wissenschaftlich wird die Griechische Landschildkröte mit "Testudo hermanni" bezeichnet. "Testudo" ist dabei die Bezeichnung der Gattung und "hermanni" die Bezeichnung der Art.

Die Bezeichnung der Art wird meist nach dem Namen des Erstbeschreibers, einer ihm nahestehenden Person, dem Fundort/Gebiet der Herkunft oder einer Besonderheit der Art vergeben. Beispiele dafür wären:

  • Testudo hercegovinensis (nach dem Fundort "Herzegowina" benannt.)
  • Testudo werneri (nach dem Erstbeschreiber, der mit Nachnamen "Werner" hieß, benannt.)
  • Testudo marginata (nach den hinten stark ausfallenden Randschilden benannt.)

Hinter dem Artenname kann auch noch eine Unterart-Bezeichnung stehen (z. B. Testudo hermanni boettgeri). Eine Unterart stellt hierbei meist durch räumliche Isolation enstandene Population einer Stammart dar. Die einzelnen Populationen weisen genetisch Unterschiede auf, die aber nicht automatisch den Status einer eigenen Art rechtfertigen. Evolutiv gesehen, befindet sich jede Unterart auf dem Weg zur Art, da die Unterschiede im Laufe der Zeit immer größer werden. Verschiedene Unterarten einer Art lassen sich in der Regel noch verpaaren und bringen noch lebensfähige Nachkommen auf die Welt. Diese Vermischung findet in der Natur nicht oder nur sehr selten statt, denn die Unterarten leben weitestgehend voneinander isoliert. Als Beispiel dienen zwei Unterarten der Maurischen Landschildkröte: Testudo graeca zarudnyi ist im Ost-Iran beheimatet und Testudo graeca nabeulensis in Griechenland und Umgebung.



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