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Unterbringung
im Terrarium
Nach
dem Schlupf werden hier die Jungen für ca. einen
Monat untergebracht, um den Gesundheits- und Entwicklungsvorgang
genau beobachten zu können. Danach werden sie bereits
bis zum Herbst in ihrem UV-durchlässigen Frühbeet
gehalten. Bezugsquelle: http://www.samenkiste.de
Ein
Terrarium ist nur als Übergangsbehausung (z. B.
auch bei Krankheit) vertretbar!
Das
hier vorgestellte Aufzuchtterrarium für Schlüpflinge
war ursprünglich ein großer Schrank. Um ihn
als Terrarium verwenden zu können, musste er lediglich
mit dünner Teichfolie ausgelegt werden. So hat
man ganz schnell und ohne hohen Kosten ein großes
Terrarium für seine gepanzerten Vierbeiner geschaffen.
Größe
und Platzierung des Terrariums
Das
Terrarium ist 180 x 80 x 40 cm
groß und in einer Ecke des Raumes platziert. Falls
Sie ihr Terrarium aufgrund des Lichtes am Fenster platziert
haben, so darf dort nicht gelüftet werden, da der
entstehende Luftzug auf Dauer zu einer Erkältung
führen kann!
Bodengrund
für Landschildkröten
Grundsätzlich
ist es ist wichtig, dass das verwendete Substrat leicht
feucht zu halten ist, nicht schimmelt, trittfest ist,
nicht staubt, neutral riecht und den Tieren beim Fressen
nicht schaden kann.
Vor-
und Nachteile der verschiedenen Substrate
Humose
Gartenerde
+
natürliches Substrat, ohne Zusätze
+
kostet nichts (vorausgesetzt, man hat einen eigenen
Garten)
+
leicht zu beschaffen (insb. wenn
Maulwürfe den Garten bewohnen)
-
in einigen Gebieten
relativ lehmhaltig und
klebrig
Anmerkungen:
ideales Substrat, kann auch mit etwas Sand vermischt
werden.
Aufzuchterde
/ Aussaaterde (z. B. Floraton-3)
+
lockeres Substrat
+
saugfähig
+
leicht feucht zu halten
-
muss gefunden
und erworben werden
Anmerkungen:
Bitte darauf achten, dass keine Styroporkügelchen
enthalten sind.
Rindenhumus
(kein Rindenmulch!)
+
fast überall käuflich zu erwerben
+
lockeres Substrat
+
ebenfalls relativ saugfähig
-
muss erworben
werden
-
leider oft noch
Pestizidrückstände enthalten
Anmerkungen:
Dieses Substrat sollte am besten mit normaler Gartenerde
vermischt werden.
Kokosfaserhumus
(keine Chips!)
+
überall käuflich zu erwerben
+
lockeres Substrat
+
sehr saugfähig
-
muss erworben
werden
-
oft etwas zu
säuerlich
Anmerkungen:
Sollte mit etwas Kalk (z. B. feiner Kalksplitt) vermischt
werden, um den ph-Wert auszugleichen.
Ungeeignete Substrate sind z. B.
- Katzenstreu
-> ist, wie der Name schon sagt, nur für die
Katzentoilette geeignet.
- Buchenholzspäne
-> nicht saugfähig, nicht trittfest, schimmelt
schnell, nicht grabfähig, kann die Tiere bei
Verschlucken umbringen.
- Heimtierstreu
-> nicht feucht zu halten und schimmelt sehr schnell.
- Sand
(pur)
-> kann pur zu einem Darmverschluss führen,
daher bitte nur als Mischsubstrat verwenden
- Heu
/ Stroh
-> nicht feucht zu halten, schimmelt rasend schnell,
nicht trittfest.
- Tongranulat
->
nicht trittfest, nicht grabfähig, schadet beim
Aufnehmen.
- Torf
-> staubig, trocknet schnell aus, nicht ausreichend
grabfähig.
- Blumenerde
-> zu stark gedüngt.
- Zeitungspapier
-> nicht grabfähig, nicht ausreichend saugfähig,
unnatürlich, kann in größeren Mengen
schaden.
Sinnvolle
Versteck- und Klettermöglichkeiten
Es
ist für das Wohlbefinden der Tiere äußerst
wichtig, dass sie sich jederzeit in einen Unterschlupf
zurückziehen können - nur dort fühlen
sie sich sicher. Holzhütten bilden in Verbindung
mit feuchtem Substrat oft Schimmel und sollten daher
gemieden werden. Auch Steinhöhlen sind nicht sehr
sinnvoll, da sich gerade Schlüpflinge daran leicht
ihren Panzer verkratzen und aufscheuern könnten.
Viel besser eignen sich Korkrindenröhren, durch
die die Tiere auch mal hindurchlaufen und hinaufklettern
können.
Halten
sie in jedem Fall vom Kauf einer Heizhöhle oder
eines -steines Abstand! Schildkröten verbinden
nur Licht mit Wärme und suchen, wenn sie sich abkühlen
wollen/müssen, immer eine schattige Zone oder ihre
Versteck auf. Sie verstehen aber nicht, dass die Höhle
beheizt ist und verbleiben im Inneren mit der Folgegefahr
einer Überhitzung!
Bei
den Schlüpflingen werden die Verstecke mit feuchtem
Sphagnum-Moos ausgelegt, da dieses die Feuchtigkeit
sehr gut hält.
Einige
Steinbrocken und -platten sind ratsam, denn beim Hinüberlaufen
nutzen sich die Krallen der Schildkröten auf natürlichem
Wege ab und müssen nicht per Hand gekürzt
werden.
Wasser-
und Futterstelle
Als
Trink- und Badeschale dient entweder ein flacher Tonuntersetzer,
der allerdings glasiert sein sollte, damit er leichter
zu reinigen ist, oder aber eine optisch ansprechendere
Wasserschale. Diese
muss täglich gereinigt und mit frischem Wasser
befüllt werden. Schildkröten trinken zwar
relativ selten, aber sie tun es - auch wenn
sie ihre Schildkröten dabei nur selten beobachten
können!
Eine
große und glasierte Fließe dient als Futterstelle.
So kann man Futterreste leicht entfernen und verhindert,
dass diese sich mit dem Substrat vermischen.
Verschiedene "Klima-Zonen"
Das
Terrarium muss in mind. zwei Zonen eingeteilt werden.
Zum Einen in einen trockenen und warmen Bereich, wo
sich die Tiere auch unter ihrem Strahler (siehe weiter
unten) auf ihre Stoffwechseltemperatur von 35-37°C
bringen können. Hier darf auch das Substrat trockener
sein. Unter dem Strahler, welcher als Aufwärmemöglichkeit
dienen soll, sollte eine flache Steinplatte platziert
werden, damit sich die Wärme gleichmäßig
verteilen kann. Zwischen Steinplatte und dem Strahler
muss eine lokale Temperatur von 40 - 45°C
erzeugt werden.
Zum
Anderen muss auch eine feuchte und kühlere Zone
vorhanden sein, wo sich die Tiere abkühlen und
schlafen können. Dieser Bereich muss stets feucht
gehalten werden, da die Tiere beim Schlafen im Substrat
auch über die Haut und Kloake Flüssigkeit
aufnehmen müssen. Die oben genannten Versteckmöglichkeiten
sind logischerweise in der kühleren Zone anzubringen.
Empfehlenswerte
Beleuchtung
- HQI-Strahler
(mind. 70 Watt)
als Wärmequelle und zur Ausleuchtung des Terrariums
- ZooMed
Powersun (160 Watt) oder Osram Ultra Vitalux (300
Watt) als UV-B-Quelle
Näheres
zur richtigen Beleuchtung
erfahren Sie auf der eigenen Seite!
Bepflanzungsmöglichkeiten
Natürlich
sollten ein paar Pflanzen auch nicht fehlen. Diese erhöhen
die Luftfeuchtigkeit und sorgen auch allgemein für
ein besseres Klima. In meinem Terrarium befinden sich
folgende Pflanzen: Aloe vera, Zimmer-Hibiskus
Hibiscus, Grünlilie Chlorophytum,
Golliwoog Callisia repens, Bubiköpfchen
Helxine soleirolii, Efeutute Epipremnum
aureum und ein paar Grasbüschel.
Außerdem
habe ich noch einen Blumenkasten an den Rand des Terrarium
gehängt. Darunter ist es immer feucht und schattig,
sodass die Tiere diesen Platz zum Schlafen bevorzugen.
Die herunterwachsenden Triebe können später
von den Tieren abgefressen werden.
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